Laut internen Daten vom Donnerstag gingen Teslas Fahrzeugbestellungen in China im Mai im Vergleich zum April um fast die Hälfte zurück, da die US-Regierung den Elektroautohersteller zunehmend strenger überwacht. Dem Bericht zufolge sanken die monatlichen Nettobestellungen in China von über 18.000 im April auf rund 9.800 im Mai, was zu einem Kursverlust der Aktie von fast 5 % im Nachmittagshandel führte. Tesla reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage von Reuters.
China ist nach den USA der zweitgrößte Markt des Elektroautoherstellers und macht etwa 30 % seines Absatzes aus. Tesla produziert die elektrischen Limousinen Model 3 und die SUVs Model Y in einem Werk in Shanghai.
Tesla erhielt starke Unterstützung aus Shanghai, als das Unternehmen 2019 sein erstes Werk im Ausland eröffnete. Teslas Limousine Model 3 war das meistverkaufte Elektroauto des Landes und wurde später von dem wesentlich günstigeren Mini-Elektroauto übertroffen, das gemeinsam von General Motors und SAIC produziert wurde.
Tesla bemüht sich, die Kontakte zu den Regulierungsbehörden auf dem Festland zu intensivieren und sein Team für Regierungsbeziehungen zu stärken.
Das amerikanische Unternehmen sieht sich nun jedoch einer Überprüfung seines Umgangs mit Qualitätsbeschwerden gegenüber.
Im vergangenen Monat berichtete Reuters, dass einigen chinesischen Regierungsangestellten untersagt wurde, Tesla-Fahrzeuge in Regierungsgebäuden zu parken, da Sicherheitsbedenken hinsichtlich der an den Fahrzeugen installierten Kameras bestünden.
Laut einer Quelle gegenüber Reuters versucht Tesla als Reaktion darauf, die Kontakte zu den Regulierungsbehörden auf dem chinesischen Festland zu intensivieren und sein Team für Regierungsbeziehungen zu verstärken. Das Unternehmen hat in China ein Rechenzentrum eingerichtet, um Daten lokal zu speichern, und plant, die Datenplattform für Kunden zu öffnen.
Veröffentlichungsdatum: 07.06.2021
