Die Huber Automotive AG hat eine optimierte Version ihres RUN-E Electric Cruiser vorgestellt, ein emissionsfreies Antriebspaket, das für Anwendungen im Bergbau entwickelt wurde.
Wie das Original ist auch der RUN-E Electric Cruiser für den Einsatz in extremen Umgebungen konzipiert. Die elektrifizierte Version des Toyota Land Cruiser J7 gewährleistet laut Herstellerangaben eine verbesserte Luftqualität, eine geringere Lärmbelastung und niedrigere Betriebskosten unter Tage.
Diese neue, optimierte Version des Electric Cruiser folgt auf mehrere Einsätze im Untertagebau. Laut Mathias Koch, Key Account Manager der Hybrid- und E-Drive-Sparte von Huber Automotive, sind die Fahrzeuge seit Mitte 2016 in deutschen Salzbergwerken im Einsatz. Das Unternehmen hat außerdem Fahrzeuge nach Chile, Kanada, Südafrika und Australien geliefert. Die im ersten Quartal des laufenden Jahres nach Deutschland, Irland und Kanada ausgelieferten Fahrzeuge werden voraussichtlich von den neuesten Verbesserungen profitieren.
Das E-Antriebssystem der neuen Version besteht aus Serienkomponenten von Zulieferern wie Bosch, die alle in einer neuen Architektur angeordnet sind, um die „individuellen charakteristischen Stärken“ zu integrieren, sagte Huber.
Möglich wird dies durch das Herzstück des Systems: „eine innovative Steuereinheit der Huber Automotive AG, die auf Basis einer 32-Bit-Leistungsarchitektur dafür sorgt, dass die einzelnen Komponenten unter idealen thermischen Bedingungen optimale Leistung erbringen“, hieß es.
Das zentrale Fahrzeugsteuerungssystem des Automobilzulieferers integriert alle systemrelevanten Komponenten, regelt das Energiemanagement des Hoch- und Niedervoltsystems und koordiniert die Bremsenergierückgewinnung in Abhängigkeit von der Fahrsituation sowie den Lade- und Sicherheitsmanagementbedingungen.
„Darüber hinaus überwacht es alle Kontroll- und Regulierungsprozesse im Hinblick auf die funktionale Sicherheit“, so das Unternehmen.
Das neueste Update des E-Drive-Kits verwendet eine neue Batterie mit einer Kapazität von 35 kWh und hoher Rekuperationsleistung, die speziell für den Einsatz unter hoher Belastung entwickelt wurde. Die zusätzlichen Anpassungen für den Minenbetrieb gewährleisten laut Huber die Sicherheit und Robustheit der zertifizierten und homologierten Batterie.
„Die neue Batterie ist crashgetestet, wasserdicht und in einem feuerfesten Gehäuse untergebracht. Sie verfügt über umfangreiche Sensortechnik, darunter CO₂- und Feuchtigkeitssensoren“, hieß es weiter. „Als Steuerungsebene unterstützt sie ein intelligentes System zur Warnung vor thermischer Durchfahrt und zum Schutz vor diesem, um bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten – insbesondere unter Tage.“
Dieses System arbeitet sowohl auf Modul- als auch auf Zellenebene und verfügt über eine teilweise automatische Abschaltung, um bei Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu warnen und Selbstentzündung sowie Totalausfälle bei kleinen Kurzschlüssen zu verhindern, erklärt Huber. Die leistungsstarke Batterie arbeitet nicht nur sicher, sondern auch effizient und garantiert eine Reichweite von bis zu 150 km auf der Straße und 80–100 km im Gelände.
Der RUN-E Electric Cruiser leistet 90 kW und bietet ein maximales Drehmoment von 1.410 Nm. Auf der Straße sind Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h möglich, im Gelände mit einer Steigung von 15 % bis zu 35 km/h. In der Standardversion bewältigt er Steigungen von bis zu 45 %, mit der Option „High-Offroad“ erreicht er laut Huber den theoretischen Wert von 95 %. Zusätzliche Pakete, wie z. B. Batteriekühlung oder -heizung sowie eine Klimaanlage, ermöglichen die Anpassung des Elektrofahrzeugs an die individuellen Gegebenheiten jeder Mine.
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Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2021