Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu. Welche Veränderungen haben sich im vergangenen Jahr in der globalen Fahrradindustrie ergeben?
Der globale Markt für die Fahrradindustrie wächst
Trotz der durch die Epidemiekrise verursachten Lieferkettenprobleme wächst die Nachfrage in der Fahrradbranche weiter, und der weltweite Fahrradmarkt wird im Jahr 2022 voraussichtlich 63,36 Milliarden Euro erreichen. Branchenexperten erwarten zwischen 2022 und 2030 eine jährliche Wachstumsrate von 8,2 %, da viele Menschen das Fahrrad mittlerweile als Verkehrsmittel und als Form der Bewegung nutzen, die ihnen hilft, zahlreichen Krankheiten vorzubeugen.
Digitalisierung, Online-Shopping, soziale Medien und mobile Apps haben die Nachfrage angekurbelt und es Konsumenten erleichtert, die benötigten Produkte zu finden und zu kaufen. Darüber hinaus haben viele Länder Radwege ausgebaut, um Radfahrern ein sicheres und komfortables Fahrumfeld zu bieten.
StraßeFahrradDie Umsätze bleiben hoch
Der Markt für Straßenfahrzeuge erzielte 2021 mit über 40 % den größten Umsatzanteil und wird seine führende Position voraussichtlich auch in den kommenden Jahren beibehalten. Der Markt für Lastenräder wächst ebenfalls rasant mit einer Rate von 22,3 %, da immer mehr Nutzer für Kurzstreckenfahrten CO₂-freie Fahrzeuge anstelle von Kraftfahrzeugen bevorzugen.
Der stationäre Handel macht nach wie vor 50 % des Umsatzes aus.
Obwohl die Hälfte aller 2021 verkauften Fahrräder im stationären Handel abgesetzt wird, dürfte der Online-Markt in diesem Jahr und darüber hinaus weltweit weiter wachsen, vor allem aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Internetnutzung in Schwellenländern. Märkte wie Brasilien, China, Indien und Mexiko werden voraussichtlich die Verbrauchernachfrage nach Online-Shopping ankurbeln.
Im Jahr 2022 werden mehr als 100 Millionen Fahrräder produziert.
Effizientere Produktionsprozesse und verbesserte Fertigungstechniken ermöglichen die Herstellung von mehr Fahrrädern zu geringeren Kosten. Schätzungen zufolge werden bis Ende 2022 mehr als 100 Millionen Fahrräder produziert sein.
Es wird erwartet, dass der globale Fahrradmarkt weiter wachsen wird.
Angesichts des weltweiten Bevölkerungswachstums, steigender Benzinpreise und des Fahrradmangels ist zu erwarten, dass immer mehr Menschen Fahrräder als Verkehrsmittel nutzen werden. Daher könnte der Wert des globalen Fahrradmarktes bis 2028 von derzeit 63,36 Milliarden Euro auf 90 Milliarden Euro ansteigen.
Der Absatz von E-Bikes wird bald steigen.
Der Markt für E-Bikes wächst rasant, und viele Experten prognostizieren, dass der weltweite Umsatz mit E-Bikes bis 2025 26,3 Milliarden Euro erreichen wird. Optimistische Prognosen zeigen, dass E-Bikes die erste Wahl für Pendler sind, die auch den Komfort des Pendelns mit E-Bikes berücksichtigen.
Bis 2022 wird es weltweit 1 Milliarde Fahrräder geben.
Schätzungen zufolge gibt es allein in China rund 450 Millionen Fahrräder. Die anderen größten Märkte sind die USA mit 100 Millionen Fahrrädern und Japan mit 72 Millionen Fahrrädern.
Bis 2022 werden die europäischen Bürger mehr Fahrräder besitzen.
Drei europäische Länder führen die Rangliste im Bereich Fahrradbesitz im Jahr 2022 an. In den Niederlanden besitzen 99 % der Bevölkerung ein Fahrrad, fast jeder Bürger also. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Dänemark mit 80 % und Deutschland mit 76 %. Deutschland führt die Liste mit 62 Millionen Fahrrädern an, gefolgt von den Niederlanden mit 16,5 Millionen und Schweden mit 6 Millionen.
In Polen werden die Zahlen des Fahrradpendelns im Jahr 2022 sprunghaft ansteigen.
Von allen europäischen Ländern wird Polen den größten Anstieg beim Radfahren an Wochentagen verzeichnen (45 %), gefolgt von Italien (33 %) und Frankreich (32 %). In Portugal, Finnland und Irland hingegen werden bis 2022 weniger Menschen Rad fahren als im vorherigen Zeitraum. Das Radfahren am Wochenende nimmt dagegen in allen europäischen Ländern stetig zu, wobei England mit einem Anstieg von 64 % im Erhebungszeitraum 2019–2022 das stärkste Wachstum verzeichnet.
Veröffentlichungsdatum: 28. Dezember 2022
